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Froschstein | Miłočanska žaba

Foto 2007 Kowar

Die Waldreste nordöstlich von Miltitz bergen mehrere Rundhöcker, von denen der Froschstein durch seine eigenartige Gestalt zum Mittelpunkt einiger Sagen der Sorben wurde. Eine davon berichtet:

Ein ehemals reicher Bauer, der sich durch Trunksucht mehr und mehr verschuldete, suchte schließlich beim Wassermann Hilfe, die ihm auch gewährt wurde. Aber bald konnte der Bauer das Geld nicht mehr bezahlen, das er dem Wassermann für seine Dienste auf dem Nachhauseweg versprochen hatte. Als daraufhin der Wassermann das Tor des Gehöftes mit einem Stein verrammeln wollte, ließ er sich vom Bauern überreden, Brot statt Geld zu nehmen. Daraufhin schleuderte der Wassermann den Stein bis zu der Stelle, wo er noch heute liegt (MEICHE 1903).

Der Froschstein besteht aus Granodiorit, der während der Elsterkaltzeit durch das Inlandeis überformt wurde. Er stellt einen der besterhaltenen Rundhöcker der Oberlausitz dar und steht seit 1973 ebenso wie einige Rundhöcker in Form von Blöcken auf der Höhe von 193 m ü. NN südöstlich von Miltitz unter Naturschutz.

In einem Wiesenstück nahebei besitzt die Alantdistel (Cirsium helenioides) einen ihrer nördlichsten Standorte. In der Kiesgrube südöstlich von Miltitz besteht seit Jahren eine große Kolonie der Uferschwalbe. Als typische Vogelarten kommen auf der Flur Waldohreule, Turmfalke, Kiebitz, Schafstelze und Rotrückenwürger vor.

Quelle: Westliche Oberlausitz zwischen Kamenz und Königswartha
Akademie-Verlag Berlin 1990

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